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PORRIDGE FOR BEGINNERS

Ja, ich weiß… für die passionierten Warmfrühstücker ist das folgende Rezept jetzt nicht gerade etwas Neues. Jedoch kenne ich mehr als genug Menschen, für die ein Brei zum Frühstück Neuland oder gar mit grauslich, „schlatzigen“ Kindheitserinnerungen von Omas Haferschleim verbunden ist. Deshalb nennen wir ihn lieber Porridge! ;-) Jetzt, wo nächste Woche wieder die Schule bei uns in Ostösterreich beginnt, hab ich mir gedacht, dass es doch cool wäre, wenn sich durch dieses einfache Rezept vielleicht die ein oder andere Mami mal über ein warmes Frühstück für ihre Sprösslinge drüber traut. Deshalb hab ich die Kombination im Rezept auch extra vor allem auf Kinder, die normalerweise eher sehr süß frühstücken abgestimmt.



Falls jetzt das Argument auftaucht mit dem Kochen in der Früh… ja ich weiß, es ist tatsächlich mehr Arbeit, als einen Nuss-Nougatcremestriezel aufzustreichen. ABER… der Mehrwert dadurch ist enorm und soviel Zeit beanspruchen ein paar Haferflocken in der Früh jetzt auch wieder nicht. Aber wofür soll man sich das Ganze in der Früh eigentlich „antun“? Ganz einfach… für eine super Immunvorsorge, für die optimale Versorgung mit B-Vitaminen (die sind wichtig für die Nerven 😉), einen stabilen Blutzuckerspiegel und für weniger Süßgelüste untertags. Außerdem sind Haferflocken echt preiswert und überall in Bioqualität zu bekommen. Denn… abgesehen vom Zuckerflash in der Früh, wirkt das tägliche Marmeladebrot zum Frühstück stark befeuchtend und kühlend. Das oft gut gemeinte Glas Orangensaft dazu (wegen dem Vitamin C…) verstärkt diese Wirkung noch. Die Folgen sind häufig chronischer Schnupfen und bronchiale Infekte, vor allem in der kalten Jahreszeit. Hafer hingegen hat nach TCM eine sehr wärmende Qualität und ist somit bestens als Frühstück in der kalten Jahreszeit geeignet. Diese Wirkung kann man mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom, Kurkuma… noch pushen um unsere Kleinen winterfit zu machen.


Noch dazu hat so ein vollwertiger Haferbrei wie schon erwähnt den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel stabil bleibt, was für das Lernen in der Schule ein klarer Vorteil für die Konzentration ist. Denn nach einem Marmeladestriezel zum Beispiel schießt der Blutzucker massiv in die Höhe und bis die Kinder in der Schule sind, ist dieser meistens schon wieder im Keller und sie sind möglicherweise zappeliger, als es eigentlich notwendig wäre. Außerdem wird das Verlangen nach noch mehr Süß voll getriggert. Ich hab selber so ein wuseliges Kerlchen daheim, welches ganz sensibel auf die Blutzuckerachterbahn in seinem Körper reagiert – das ist auch nicht bei jedem Kind ganz gleich. Die einen werden eher müde, manch andere ticken aus... Gerade bei den „Zappelphilipps“ dieser Welt kann so eine Umstellung daher enorm positive Effekte haben! Ich weiß wovon ich schreibe!!! ;-)


Das soll jetzt bitte keine Anschuldigung an Eltern sein, die vermutlich selber gerne Marmeladebrot essen und es natürlich ihren Kindern auch zum Frühstück servieren. Die meisten Eltern handeln nach bestem Wissen und Gewissen, davon bin ich überzeugt! Genauso bin ich aber auch davon überzeugt, dass viele Eltern anders handeln würden, wenn sie über die diversen Auswirkungen genau Bescheid wissen würden und die Lebensmittelindustrie nicht bewusst auf wahrheitsverzerrende Werbungen setzen würde! Deshalb ist es auch eines meiner Hauptanliegen, mein Wissen hier regelmäßig zu teilen, damit möglichst viele Familien davon profitieren können.


Aber jetzt zum Porridge… den hab ich mit einer gebratenen Banane kombiniert. Einfach deshalb, weil es das Obst ist, das die meisten Kinder essen. Bananen wirken nach TCM übrigens stark kühlend (… weshalb man sie im Winter nicht ständig essen sollte), aber wenn man sie bratet und mit wärmenden Gewürzen kombiniert, kann man diese Wirkung sehr abmildern. Wenn das Braten der Banane in der Früh doch zu viel Stress ist – man kann sie auch mit einer Gabel zerquetschen, unter den fertigen Brei rühren und kurz mitkochen. Ich selber koche mir im Laufe des Sommers immer das Obst saisonal zu Kompotten ein, dann brauch ich fürs Frühstück nur mehr ein Glas aufmachen. Vorbereitung ist manchmal alles! Unsere Omas wussten das noch! ;-) In der warmen Jahreszeit spricht meiner Meinung aber auch nichts dagegen, wenn man den Brei einfach mit frischem Obst serviert.



PORRIDGE FOR BEGINNERS

REZEPT FÜR 1 PERSON


Porridge:

50 g Haferflocken

300 g ungesüßter Pflanzendrink (aus Hafer, Mandel, Reis) oder Wasser

1 Prise Ursalz

1 TL Mandelmus weiß (oder anderes Nussmus nach Wahl)

½ ML Zimt gemahlen

1 MSP Bourbonvanillepulver


Banane:

1 kleine Banane

1 – 2 TL Kokosöl nativ

1 Prise Kurkuma

1 Prise Nelkenpulver

1 EL Ahornsirup


Topping:

100 g Kokoschips

Beeren nach Wahl


  • Für das Topping Kokoschips in einer Pfanne ohne Fett unter Rühren goldbraun rösten. Auskühlen lassen und in einem Vorratsglas aufbewahren.

  • Haferflocken mit Pflanzendrink und Ursalz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Auf mittlere Stufe drehen und unter Rühren ca. 8 – 10 min. köcheln lassen, bis das Ganze eindickt.

  • Kokosöl in einem kleinen Topf oder einer Pfanne erhitzen. Banane darin kurz von beiden Seiten scharf anbraten. Mit Kurkuma und Nelkenpulver bestreuen und mit dem Ahornsirup ablöschen und kurz karamellisieren lassen. Beiseite stellen.

  • Mandelmus, Bourbonvanillepulver und Zimt unter den fertig eingedickten Porridge rühren.

  • In eine Schüssel füllen. Banane, Kokoschips und Beeren darüber verteilen.

  • Sollte das Ganze zu wenig süß sein, kann man noch ein wenig mit Ahornsirup nachsüßen. Die Süßmenge kann man ja dann mit der Zeit kleinweise reduzieren, bis man sich an eine milde Süße gewöhnt hat. Auch das ist ein Prozess, der Zeit braucht und womit man sich nicht unnötig stressen sollte!



TIPPS:

  • Man kann für das Topping auch andere geröstete Nüsse verwenden. Funktioniert genau gleich. Ich mache mir immer gleich einen Vorrat für einen Monat, den ich dann in einem Vorratsglas aufbewahre.

  • Man kann anstatt der Banane natürlich auch anderes Obst verwenden. Marillen, Zwetschken, Äpfel,… funktionieren genauso.

  • Um das Frühstück zusätzlich aufzuwerten kann man auch 1 EL über Nacht eingeweichte Chiasamen unter den fertigen Porridge rühren.

  • Auch die Gewürze kann man variieren. Lebkuchengewürz oder Pumpkin Spice (meine Schwester hortet das im Kilopack) schmecken auch super drinnen!

  • Schneller fertig wird der Porridge übrigens, wenn man die Haferflocken über Nacht einweicht.

  • Statt Nussmus kann man auch 1 - 2 EL Schlagobers (aus nicht-homogenisierter Milch) oder ein Flöckchen kalte Butter unterrühren.



Wie ihr seht, sind der Fantasie hierbei keine Grenzen gesetzt. Dieses Rezept lässt sich dadurch perfekt auf den Geschmack eurer Familie abstimmen und schmeckt noch dazu super gut! Es wird auch von den Kindern erfahrungsgemäß gerne angenommen! Vor allem von den Süßschnäbeln!


Viel Freude beim Nachkochen und... denkt dran... ihr tut euch und euren Lieben damit etwas Gutes! Es ist ein kleiner Mehraufwand für einen großen Mehrwert! ;-)



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