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GANZHEITLICHE ERNÄHRUNG...?





Was ist damit eigentlich genau gemeint?? Das ist durchaus eine gute Frage, wird dieser Begriff doch oft sehr individuell ausgelegt. Häufig werden damit auch Nahrungsergänzungsmittel in Verbindung gebracht, wie ich in letzter Zeit des Öfteren erfahren durfte. Ich kann nur von mir persönlich schreiben und wie das die ganzheitlichen Medizinsysteme (TCM, Ayurveda, etc.) sehen.



Wir Menschen sind Teil dieser Erde und somit Teil des Kosmos. In einem ganzheitlichen Weltbild hängt alles mit allem zusammen. Alles steht in Wechselwirkung zueinander. In der traditionellen chinesischen Medizin dreht sich alles um das Prinzip von Yin und Yang (Mann/Frau, Tag/Nacht, Wärme/Kälte, Licht/Schatten, Himmel/Erde, …). Jeder kennt vermutlich dieses Symbol, welches nichts anderes zeigt, als dass die eine Energie ohne die andere nicht existieren kann bzw. sie einander sogar bedingen. Das heißt auch, dass es weder gut noch schlecht gibt, auch wenn es in vielen Weltanschauungen gerne so vermittelt wird. Es gibt aber lediglich „nur“ Ungleichgewichte. Diese Ungleichgewichte sehen wir dann in der Gesellschaft, der Natur, auf der ganzen Erde, im Kosmos,… Wie im Kleinen so im Großen! Die Natur reguliert sich immer selber! Wenn wir Menschen Raubbau an Mutter Erde betreiben, dann müssen wir eben auch mit Konsequenzen rechnen! Das war schon immer so! ;-)


Genauso verhält es sich auch bei uns selber. Wenn wir unseren Körper und Geist ständig im Stress halten (Yang/Hektik/heiß) und uns keine Erholung gönnen, dann werden wir irgendwann ausgebrannt sein und keine Substanz (Yin/Ruhe/kalt) mehr für irgendwas haben. Umgekehrt verhält es sich genauso. Wir können mit einer extrem kalten, befeuchtenden Nahrung (Tiefkühlessen, Süßigkeiten, viele Brotmahlzeiten…) unsere Verdauungskraft so schwächen, dass wir uns nach jedem Essen müde und schlapp fühlen und vielleicht noch unter Völlegefühl und Übelkeit leiden. Daher sollten wir bei der Ernährung immer darauf achten möglichst ausgleichend zu essen. Das bezieht sich auch auf die Jahreszeiten – denn wir Menschen sind ja, auch wenn wir es gerne vergessen, Teil der Natur und somit des großen Ganzen. So wäre es im kalten Winter für unseren Organismus sinnvoller zum Beispiel einen warmen Haferbrei zum Frühstück zu essen anstatt das kalte Frischkornmüsli mit Südfrüchten. Im heißen Sommer hingegen, würde uns ein leichtes Gemüsegericht mit Salat besser von innen kühlen, als ein würziges Gulasch, welches uns noch zusätzlich die Schweißperlen auf die Stirn treiben würde. Wie wir also sehen, haben auch die Lebensmittel unterschiedliche Wirkungsweisen, genauso wie die Zubereitungsarten.


Natürlich gibt es aber auch bei uns Menschen unterschiedliche Typen. Das heißt, dass wir allesamt nicht gleich sind. Zum Beispiel gibt es die hitzigen Typen, die im Winter mit der Übergangsjacke gut durchkommen ohne zu frieren und dann gibt es diejenigen, denen im Sommer bei 28 ° C Außentemperatur gerade mal angenehm warm in der Fleecejacke ist. Diese beiden Typen komplett gleich zu ernähren wäre fatal! (Nein - wir müssen jetzt nicht für alle extra kochen! ;-) ) Daher sollten wir lernen auch punkto Ernährung wieder auf unser Bauchgefühl zu hören und nicht blindlings irgendwelchen Ernährungsgurus folgen, was in der heutigen Zeit angesichts der ständig wechselnden Trends und Hypes gar nicht so einfach ist! Es gibt nicht "die eine" Ernährung für alle! Das Einzige, das meiner Meinung nach für uns alle gilt, ist dass wir möglichst naturbelassene Lebensmittel verwenden sollten mit vielen pflanzlichen Komponenten wie Gemüsen und Wildkräuter! Unsere Körper senden uns Signale und die sollten wir ernst nehmen! Das heißt jetzt bitte nicht, dass wir hemmungslos jeder Heißhungerattacke auf Süßes nachgeben sollten! Wir sollten uns vielmehr fragen „WARUM habe ich diese Attacken?“ und vielleicht einen Ausgleich dafür finden. Unser Körper ist nicht fehlerhaft – es ist nur unsere unnatürliche Lebensart, die uns häufig zu fehlerhaftem Verhalten führt! Die Biologie weiß ganz genau was sie tut. Immer!


Man braucht nur einmal beginnen sich selbst zu beobachten und ein wenig in sich hineinzufühlen, was man gerne essen würde und was nicht, was einem guttut und was nicht. Dann wird man im Laufe der Zeit viele Erkenntnisse gewinnen – vor allem, wenn man dieses Prinzip nicht nur bei der Ernährung sondern GANZHEITLICH, also auch für Geist und Seele anwendet! Viel Spass dabei! ;-)




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